Papst Paul VI. besuchte vor 60 Jahren Ursprungsstätten des Christentums – zwischen den Fronten des auch heute wieder virulenten Nahost-Konflikts. Es war eine Sensation und ökumenisch ein Durchbruch. Als Friedensmission war die Papstreise aber weniger erfolgreich. Eine Sensation, ein «historischer» Moment: Die Superlative überschlugen sich, als Papst Paul VI. zum Abschluss der zweiten Konzils-Session Ende 1963 eine Pilger- und Friedensreise ins Heilige Land ankündigte. Knapp 2000 Jahre nachdem der Apostel Petrus Jerusalem in Richtung Rom verlassen hatte, wolle dessen 262. Nachfolger in die Heimat des irdischen Jesus zurückkehren, gab Paul VI. in der vatikanischen Konzilsaula bekannt. Und mit dieser Rückkehr wollte er – ganz im Geiste des Konzils – auch hinter die Spaltungen der Christenheit zurückgehen. Von der Reise gingen prägende Impulse für die Ökumene aus, aber auch für den Kontakt zu Judentum und Islam. Ein Monat Planungszeit Es war eine Premiere unter denkbar schwierigen Bed...