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Posts mit dem Label "LUZERN" werden angezeigt.

„Es wäre mir eine Ehre, mein Leben für den Papst zu geben"

Mit 20 Jahren ist Jonas Koch der Jüngste in der päpstlichen Schweizergarde. Im Interview erzählt er, was ihn zum Eintritt motiviert hat, wie sein erster Tag im Vatikan war und wie der Papst tickt. Herr Koch, mit 19 Jahren sind Sie in die Schweizergarde eingetreten, die Leibgarde des Papstes, die älteste aktive mili­tärische Formation der Welt. Haben Sie schon den Papst kennengelernt? Ja, ich durfte ihn schon bei einer Privat­audienz treffen während der Vereidigung zum Gardisten. Er ist sehr zugänglich und bescheiden. Das merkt man an seinem Charakter, er ist sehr großväterlich und sehr menschlich. Wir haben viel mit ihm zu tun. Erst vor Kurzem habe ich wieder seine Hand geschüttelt. Beeindruckend! Schweizergardist, das ist nicht der klas­sische Berufswunsch eines Neunzehnjährigen. Warum haben Sie sich beworben? Das ist nicht einfach zu erklären. Ich fühle mich dazu berufen. Es vereint meine Interessen: den Glauben und das Militär. Es liegt zum einen an dem kirchlichen Umfeld, in dem ic...

Luzerner Beitrag für Garde-Kaserne: Befürworter gründen Komitee

Im September stimmen die Luzerner über den umstrittenen Beitrag an den Neubau der Schweizergarde-Kaserne ab. Nun hat sich ein Pro-Komitee gebildet, dem vor allem bürgerliche Politiker und Politikerinnen angehören. Das Komitee nennt sich «Ja zum Solidaritätsfranken», wie der «Willisauer Bote» und das Newsportal «Zentralplus» berichteten. Es setzt sich dafür ein, dass sich der Kanton Luzern einmalig mit einem Franken pro Einwohner an der neuen Garde-Kaserne beteiligt. Dem Komitee gehören bereits zahlreiche Politikerinnen und Politiker an. Ein Blick auf die Namensliste des Webauftritts zeigt: Es sind insbesondere Vertreter der Mitte-Partei, aber auch von FDP und SVP. Viele davon sind Mitglied im Luzerner Kantonsrat. Referendum ergriffen Dieser hatte im Januar den einmaligen Beitrag von 400’000 Franken für den Neubau der Schweizer-Kaserne gesprochen. Die finanzielle Beteiligung ist jedoch umstritten. Freidenker, Vertreterinnen und Vertreter der SP, der Grünen und der GLP haben dagegen erfo...

Pius Segmüller und sein Leben

Er war Kommandant der Schweizer Garde, CVP-Nationalrat, Kommandant der Stadtpolizei Luzern und Armeeinstruktor. Der heute 69-jährige Luzerner Pius Segmüller hat über sein Leben eine Broschüre veröffentlicht. «Verwandlung, Eine kleine Abhandlung zu grossen Werten» heisst die 75seitige, autobiografische Broschüre, in der er über seine Karriere, Höhen und Tiefen, Abgängen und Abwahlen schreibt. Persönliches Treffen mit Papst Johannes Paul II Die Erzählung beginnt Segmüller mit den Erlebnissen im Vatikan, wo er 1998 nach der Erschiessung des kurz davor ernannten Kommandanten Alois Estermann dessen Nachfolge antrat und dem Papst Paul II diente, den er sehr schätzte und verehrte. Die kurzfristige Ernennung zum Kommandanten stellte Pius Segmüller vor Probleme. «Wäre meine Frau bereit, zusammen mit unseren zehn – und achtjährigen Kindern nach Rom zu ziehen? Zu meiner grossen Erleichterung reagierte Therese positiv», beschreibt Segmüller die Situation. Für ihn war es wichtig, nach dem Mordansch...

Ein königliches Geschenk brachte den Tierschutz nach Luzern

Im Jahr 1690 bietet sich den Bewohnern Luzerns ein ungewohnter Anblick. Zwei Schwanenpärchen, ein Geschenk des französischen Königs Ludwig XIV., tummeln sich auf dem See. Doch die tierischen Hingucker benötigen zum Überleben den Schutz der Stadt Luzern. Motiviert, den Artenschutz zu gewährleisten, erlässt die Stadt daraufhin Tierschutzgesetze. Erhaben und mühelos gleiten sie über das Luzerner Seebecken. Mit wachen Augen beobachten sie die Flanierenden an der Seepromenade. Wird ein Stück Brot oder dergleichen zur Fütterung ausgeworfen, kommen sie mit enormen Flügelschlägen herangeschnellt. Sie sind ein fester Bestandteil des Luzerner Stadtbildes, Touristen lassen sich mit ihnen ablichten und bewundern ihre elegante Figur. Die langen Hälse, das schneeweisse Gefieder und ihre charakteristisch orangen Schnäbel stechen aus dem Wasser hervor. Doch der Höckerschwan, wie wir ihn heute kennen, ist erst seit einigen hundert Jahren im Luzerner Seebecken zuhause. Ausgang der Luzerner Schwanenkolon...

Zwei Freunde machen sich auf, den Papst zu beschützen

Escholzmatt:  Diese Woche reisen Dominik Zemp und Lukas Wicki in Richtung Vatikan und treten in den Dienst der Schweizergarde ein. Wir haben die beiden kurz vor der Abreise getroffen. Tauschen die Alltagskleider gegen die Schweizergarde-Uniform: Lukas Wicki (links) und Dominik Zemp. / Bild: Markus Zahno (maz) Dominik Zemp und Lukas Wicki kennen sich, seit sie denken können. Sie sind beide in Escholzmatt aufgewachsen, und während der Schulzeit waren beide als Ministranten in der katholischen Kirche im Einsatz. Einmal unternahmen die Escholzmatter Ministranten einen Ausflug in den Vatikan. «Die Schweizergardisten mit ihren farbigen Uniformen weckten sofort mein Interesse», sagt Dominik Zemp. Lukas Wicki lacht. «Mir gings genau gleich.» Später rückte das Thema in den Hintergrund. Doch dann entdeckten die beiden jungen Männer letztes Jahr die Ausschreibung einer Schnupperreise zur Schweizergarde. Sie meldeten sich an, verbrachten eine Woche im Vatikan – und spürten: Das passt. Nach der...

200 Jahre Löwendenkmal in Luzern – neue Infotafeln sollen Blick auf die Geschichte des Denkmals schärfen

Mit öffentlichen Führungen und einer Gedenkfeier am 10. August gedenkt die Stadt Luzern dem 200-jährigen Bestehen des Löwendenkmals. Das Löwendenkmal in Luzern ist eines der bekanntesten Denkmäler der Schweiz und hat internationale Ausstrahlung. Der in den Luzerner Sandstein gemeisselte sterbende Löwe erinnert an den Tuileriensturm 1792, bei dem Hunderte von Schweizergardisten im Dienst des französischen Königs starben. Am 10. August 1821, also rund 29 Jahre später, wurde das Denkmal in Luzern eingeweiht. Zu seinem 200-jährigen Bestehen führt die Stadt nun eine Reihe von Veranstaltungen durch. Jährlich rund 1,4 Millionen Besucher «Das Löwendenkmal übt eine unglaubliche Anziehungskraft aus», sagte der Luzerner Stadtpräsident Beat Züsli am Dienstag an einer Medienkonferenz. Es werde jährlich von rund 1,4 Millionen Gästen aus aller Welt besucht, mit einem pandemiebedingt zurzeit markanten Rückgang. Als Erstes wurde die Löwendenkmal-Anlage jetzt mit neuen Informations...

Kaffee mit… Christoph Graf, Kommandant der Schweizergarde im Vatikan

Kaum an einem anderen Ort der Welt fällt der Kontrast zwischen der Zeit vor und nach dem Ausbruch der Coronapandemie drastischer aus als an diesem Osterwochen­ende in Rom. Der Petersplatz wird bereits zum zweiten Mal nur spärlich besucht sein, wenn der Papst den Segen «urbi et orbi» ­ausspricht. Dort, wo früher Hunderttausende der Ostermesse beiwohnten. Auch die Schweizergarde ist in diesen Zeiten viele weniger im Einsatz. Ihr Kommandant, Oberst Christoph Graf, empfängt mich zum Kaffee in seinem Büro hinter den vatikanischen Mauern, die Romreisende in der Regel nur von der Aussenseite zu Gesicht bekommen. An den Wänden hängen Ölgemälde seiner Vorgänger. Seit 1506 schützen Schweizer das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Im Jahr 1527 retteten sie sein Leben vor den Plünderern Roms: die offizielle Geburtsstunde der Garde. Die Einschusslöcher sind noch heute in der Mauer draussen unter der päpstlichen Residenz sichtbar. Heute sind die 135 Mann für den ­Personen- und Objektschutz v...