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Im Ernstfall beschützt er den Papst mit seinem Leben

In diesem Jahr hat Florian Fürst Wädenswil verlassen und ist nach Rom gezogen. Dort hat er sich in den Dienst des Papstes gestellt, als Gardist. Im Mai legte Florian Fürst im Vatikan den Eid als Schweizergardist ab. Foto: Jessica Krämer – Guardia Svizzera Pontificia Seit drei Monaten ist Florian Fürst Mitglied der Schweizergarde. Anfang Mai wurde er vereidigt. Seither wohnt der 22-Jährige in der Kaserne des Vatikans und hat regelmässige Diensteinsätze. Zusammen mit den anderen Gardisten ist es seine Aufgabe, den Papst zu verteidigen und die Eingänge zum Staat und zum Apostolischen Palast zu bewachen. Im Interview, das aufgrund seiner unregelmässigen Dienstzeiten schriftlich geführt werden musste, beschreibt Florian Fürst, was ihn dazu bewogen hat, in die Schweizer Garde einzutreten, und was er seither erlebt hat. Herr Fürst, wann hatten Sie erstmals die Idee oder den Wunsch, Schweizergardist zu werden? Als ich 11 Jahre alt war, habe ich mit meinen Eltern eine Romreise gemacht und...

Ex-Schweizergardist wird Priester: „Diesen Dienst mit Demut ausüben“

Die Päpstliche Schweizergarde hat einen 500-jährigen Sicherheitsauftrag. Ihre Mitglieder werden hierfür speziell ausgebildet, im Nahkampf, Schießen und Personenschutz. Daher zieht es zahlreiche Gardisten nach ihrem Dienst in Richtung Polizei, Grenzwache oder Militär. Aber nicht alle: Der 34-jährige Ex-Schweizergardist Didier Grandjean hat die Uniform gegen den Römerkragen getauscht. Im Interview mit Radio Vatikan berichtet er von seiner Berufung. Romano Pelosi – Vatikanstadt Er trage ja „jetzt auch wieder eine Art Uniform, einfach nicht so eine bunte“, witzelt Didier Grandjean, als er sich zum Interview ins Radiostudio setzt. Grandjean befindet sich aktuell wieder in seinem alten vatikanischen Umfeld. Als Aushilfe unterstützt er in diesem Sommer die Schweizergarde und tut wieder Dienst in Uniform. Erst am Vortag war er noch in der bekannten Gala-Uniform in den Loggien des Apostolischen Palastes im Dienst, nun kommt er im dunklen Hemd samt Römerkragen in die Studios von Radio Vatikan. A...

Vatikan will "falschen" Heiligen Pforten Riegel vorschieben

VATIKANSTADT  ‐ In der katholischen Kirche herrscht offenbar Verwirrung über besondere Türen. Der Vatikan sieht sich jedenfalls zu einer Klarstellung gezwungen. Das könnte mit dem außerordentlichen Heiligen Jahr 2015 zusammenhängen. Offenbar will der Vatikan einem Wildwuchs von Heiligen Pforten vorbeugen. Auf konkrete Fälle bezog sich das am Donnerstag veröffentlichte Schreiben zwar nicht, benannte aber "aufgeworfene Fragen" zur Einrichtung dieser besonderen Tore in bestimmten Kirchen weltweit. Das Evangelisierungsdikasterium erinnerte in diesem Zusammenhang unmissverständlich an die Existenz von lediglich vier Heiligen Pforten in den  Papstbasiliken von Rom . Hinzu kommt eine  weitere, die Papst Franziskus in einem Gefängnis öffnen möchte . Bei aller Sensibilität für die pastoralen und andächtigen Beweggründe, die zu einem solchen lobenswerten Bestreben geführt haben mögen, möchte man an die präzisen Angaben zu dem Thema durch Papst Franziskus erinnern, heißt es in ...

Der Vatikan will seinen Supermarkt privatisieren

Privatisierung des Supermarkts :  Der staatseigene Supermarkt im Vatikan, die “Annona”, soll aufgrund finanzieller Engpässe privatisiert werden. Ungewisse Auswirkungen :  Es ist noch unklar, welche private Handelskette den Zuschlag erhalten wird und wie sich dies auf die Preise und den Markt auswirken wird. Steuerliche Unterschiede :  Im Vatikan fallen keine Mehrwertsteuer oder andere Verbrauchssteuern an, was zu einem anderen Preisgefüge im Vergleich zu Italien führt. Beschäftigung im Vatikan :  Der Vatikan beschäftigt etwa 4.800 Menschen, darunter Männer, Frauen, Geistliche und Laien. Die Arbeitsbedingungen sind speziell und die Stellen begehrt. —— Vielfältige Stellen :  Der Vatikan bietet verschiedene Positionen an, von Musikmanuskript-Katalogisierern bis zu Compliance-Beauftragten. Arbeitszeit und Gehalt :  Eine Vollzeit-Arbeitswoche umfasst 36 Stunden. Gehälter liegen zwischen 1.500 und 3.600 Euro pro Monat, abhängig von der Position. Urlaubsreg...

Jerusalem: Sensationsfund in der Grabeskirche

Hinter einer Graffitiwand in der Grabeskirche von Jerusalem hat ein Team aus Forschern durch Zufall den mit 3,5 Metern Breite größten bekannten mittelalterlichen Altar entdeckt. In der J erusalemer Grabeskirche   Seit Jahrzehnten galt der im Jahr 1149 eingeweihte Kreuzritter-Hochaltar als verschollen. Im Zuge von Umbauarbeiten entdeckten der Bezirksarchäologe Amit Re'em von der Israelischen Behörde für Altertümer und der Historiker Ilya Berkovich von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) den Marmoraltar hinter einer mehrere Tonnen schweren Steinplatte, auf deren Vorderseite sich Touristinnen und Touristen bildnerisch verewigt haben. Für Historikerinnen und Historiker sei der Fund eine Sensation, teilte die ÖAW am Montag mit. Dass ausgerechnet „in einem so intensiv erforschten Bauwerk“ etwas „so Bedeutendes so lange unerkannt herumliegen konnte, kam für alle Beteiligten völlig unerwartet“, wird Berkovich in der Aussendung zitiert. Die mit Schleifenornamenten verzier...

Gardisten tauschen Hellebarde gegen Achterbahn: Päpstliche Schweizergarde im Adrenalinrausch im Europa-Park

Vom Vatikan nach Rust: Eine besondere Verbindung Die Entscheidung, den Europa-Park zu besuchen, basiert auf einer langjährigen Beziehung zwischen der Schweizergarde und der Inhaberfamilie Mack. Oberst Christoph Graf, Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde, betonte die Bedeutung dieses guten Kontakts für den erneuten Besuch. Insgesamt 88 Gardisten machten sich in drei Gruppen auf den Weg zum Jahresausflug, während einige im Vatikan zurückblieben, um die Sicherheit des Papstes zu gewährleisten. Interessanterweise haben der Vatikan und der Europa-Park eine Gemeinsamkeit: Beide ziehen Besucher aus aller Welt an. Im Erlebnishotel „Colosseo“ des Parks können Gäste sogar eine Uniform der Schweizergarde aus nächster Nähe bewundern – ein faszinierender Brückenschlag zwischen beiden Welten. Harte Anforderungen und große Ehre Die Aufnahme in die Schweizergarde ist kein leichtes Unterfangen. Oberst Graf erläuterte die strengen Kriterien: Schweizer Staatsbürgerschaft, katholischer Glaube, abgele...

Vatikan-Sternwarte: Himmelsbeobachtung kehrt nach Italien zurück

Endlich können die Vatikan-Astronomen den Himmel wieder von ihrem historischen Hauptsitz im italienischen Castel Gandolfo aus beobachten. Wie die vatikanische Sternwarte am Donnerstag mitteilte, wurde ihr Teleskop im US-amerikanischen Bundesstaat Arizona mit einem automatischen Steuerungssystem ausgestattet. Damit können Astronomen das Weltraum-Teleskop aus der Ferne nutzen. Die vatikanische Sternwarte in Castel Gandolfo Besonders interessant ist das für die Mitarbeiter in Castel Gandolfo. Bislang mussten sie für eine Nutzung des Teleskops zum Observatorium auf dem 3.270 Meter hohen Mount Graham in Arizona reisen. Forschen im päpstlichen Auftrag Seit Jahrhunderten erforschen Astronomen im Auftrag des Papstes das Weltall. Der Kalenderreformator Papst Gregor XIII. (1572-1585) beauftragte 1582 erstmals Jesuiten mit der Himmelsbeobachtung. Die heute im Park der ehemaligen päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo gelegene Vatikan-Sternwarte wurde offiziell im Jahr 1891 gegründet. Das vati...