Direkt zum Hauptbereich

Zürcher Bistumstag der katholischen Kirche im HB wird zum «grossen Bahnhof»

Ein voller Erfolg mit riesigem Publikumszuspruch war der Bistumstag im Zürcher Hauptbahnhof: Rund 4000 Menschen nahmen an der kirchlichen Grossveranstaltung teil. Es kamen so viele Gläubige, dass selbst die Hostien ausgingen. Gastgeber waren das Bistum Chur mit Bischof Joseph Maria Bonnemain, zusammen mit dem Generalvikariat Zürich-Glarus und mitgetragen von der Katholischen Kirche im Kanton Zürich.


Wer den Zürcher HB kennt, weiss wie viele Menschen dort täglich verkehren. Sonntags ist es dort gewöhnlich ruhiger. Nicht so am vergangenen Sonntag, 31. Mai. Die Halle des Hauptbahnhofs war bereits vor Beginn des Gottesdienstes um 10.30 Uhr zum Bersten voll.


Der HB wurde quasi zu einer Kathedrale der anderen Art. Die 2000 Hostien reichten aufgrund des unerwartet grossen Andrangs der Gläubigen leider nicht aus, um allen Besucherinnen und Besuchern im Gottesdienst die Kommunion zu spenden.

Schätzungsweise rund 4000 Gläubige

«Der Gottesdienst war wunderschön!»: Dieser Satz war in den dicht gefüllten Reihen des Zürcher Hauptbahnhofs immer wieder zu hören. «Schätzungsweise rund 4000 Gläubige pilgerten am Sonntag, 31. Mai, in die Halle des Zürcher HB, um den Bischof und die Kirche hautnah zu erleben», wie das Generalvikariat für die Bistumsregion Zürich-Glarus schreibt.


Bischof Joseph Maria Bonnemain war dabei sichtlich in seinem Element, ist es ihm doch schon seit jeher ein Anliegen, auf die Menschen zuzugehen: «Wir organisieren in der Kirche nicht Veranstaltungen, damit die Leute zu uns kommen. Wir sollten dorthin gehen, wo sie sind. Und mittendrin mit ihnen alles teilen», sagte er.

«Es geht darum, eine Dynamik im Bistum zu entfachen, die wie Sauerteig und Katalysator mitten in der Gesellschaft wirken soll.»

Was als Traum des Churer Bischofs Joseph Maria Bonnemain begann, ist nun tatsächlich Realität geworden: Ein Glaubensfest mitten im Herzen von Zürich, in der Halle des Zürcher Hauptbahnhofs.


Bischof Joseph Maria Bonnemain hatte die Idee, anlässlich des Heiligen Jahres 2025 ein eigenes Churer Bistumsjahr auszurufen. Bonnemain: «Es geht darum, eine Dynamik im Bistum zu entfachen, die wie Sauerteig und Katalysator mitten in der Gesellschaft wirken soll», regte er in der für ihn typischen Begeisterung an.

140 Ministrantinnen und Ministranten

Der erste Bistumstag in Chur hatte am 15. Juni 2025 das Festjahr eröffnet, gefolgt vom zweiten Bistumstag in Ingenbohl Ende September. Mit dem Bahnhofsfest in Zürich hat das Bistumsjahr nun seinen Abschluss gefunden.


Am Sonntag wurde an 30 Ständen gezeigt, darunter auch die Schweizergarde, welche Angebote die Kirche für die Menschen bereithalten kann. Allein rund 140 Ministrantinnen und Ministranten, die am Gottesdienst teilnahmen, sorgten für einen nennenswerten Rekord. Statt Bratwurstduft durchwehten für einmal Weihrauchschwaden den HB.

«Sich an einem so zentralen Ort nicht zu schämen, katholisch zu sein»: Dieser Satz, den ein Gläubiger ins Mikrofon sagte, schien vielen Besucherinnen und Besuchern dieses besonderen Festtages aus dem Herzen gesprochen zu haben. Auch die anwesenden Ehrengäste, unter anderem die beiden Zürcher Regierungsrätinnen Silvia Steiner und Natalie Rickli sowie Nationalrat Philipp Kutter genossen das Kirchenfest.

«Ich bin immer noch am Schwärmen»

Wie Manuela Moser, Informationsbeauftragte des Generalvikars, gegenüber kath.ch versichert eigne sich die Halle des Hauptbahnhofs sehr gut für so eine solche kirchliche Grossveranstaltung. «Ich bin immer noch am Schwärmen», berichtet sie einen Tag danach.


Der Aufwand sei zwar riesengross, aber man habe beispielsweise vom vorherigen Veranstalter im Zürcher Hauptbahnhof Bühne und Bänke übernehmen können. Auch die lokale Infrastruktur sei günstig: «Bischof Bonnemain konnte sich beispielsweise für den Gottesdienst in der Bahnhofskirche problemlos umziehen,» so Moser. Sicherheitstechnisch habe es keine Schwierigkeiten gegeben. «Und auch die Zugansagen im HB stören überhaupt nicht während des Gottesdiensts.»

3500 Franken in Kollekte

Und es gibt noch eine gute Nachricht: Die Kollekte des Bistumstags im Zürcher Hauptbahnhof ergab rund 3500 Franken, die an die Arbeit mit jungen Menschen der Don Bosco Jugend gespendet wird.

  • Siehe Beitrag auf kath.ch via LINK.



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ungewöhnlich: Schweizergardisten schwören Papst persönlich die Treue

Vatikanstadt  ‐ Notfalls geben sie ihr Leben für den Papst – die 135 Schweizergardisten im Vatikan. Am Samstag schworen 27 junge Männer dem katholischen Kirchenoberhaupt persönlich ihre Treue. Ein ungewöhnlicher Vorgang. Das gab es seit 1968 nicht mehr:  27 neue Schweizergardisten  haben Papst Leo XIV. am Samstag persönlich ihre Treue geschworen. Bei der feierlichen Vereidigung im Vatikan versprachen die jungen Männer, den Papst und seine rechtmäßigen Nachfolger notfalls unter Einsatz ihres Lebens zu schützen. Am Tag zuvor hatte Leo XIV. überraschend sein Kommen zu der feierlichen Zeremonie Vatikans angekündigt. Es war die erste Teilnahme eines Papstes an dem Akt seit dem Jahr 1968. Üblicherweise vertritt der Substitut des Staatssekretariats – aktuell  Erzbischof Edgar Pena Parra  – das Kirchenoberhaupt bei der Feier. Er ist der Verwaltungschef und die "Nummer Drei" des Vatikans. Papst dankt und lobt Papst Leo XIV. dankte  in einer kurzen Ansprache ...

200 Jahre Löwendenkmal in Luzern – neue Infotafeln sollen Blick auf die Geschichte des Denkmals schärfen

Mit öffentlichen Führungen und einer Gedenkfeier am 10. August gedenkt die Stadt Luzern dem 200-jährigen Bestehen des Löwendenkmals. Das Löwendenkmal in Luzern ist eines der bekanntesten Denkmäler der Schweiz und hat internationale Ausstrahlung. Der in den Luzerner Sandstein gemeisselte sterbende Löwe erinnert an den Tuileriensturm 1792, bei dem Hunderte von Schweizergardisten im Dienst des französischen Königs starben. Am 10. August 1821, also rund 29 Jahre später, wurde das Denkmal in Luzern eingeweiht. Zu seinem 200-jährigen Bestehen führt die Stadt nun eine Reihe von Veranstaltungen durch. Jährlich rund 1,4 Millionen Besucher «Das Löwendenkmal übt eine unglaubliche Anziehungskraft aus», sagte der Luzerner Stadtpräsident Beat Züsli am Dienstag an einer Medienkonferenz. Es werde jährlich von rund 1,4 Millionen Gästen aus aller Welt besucht, mit einem pandemiebedingt zurzeit markanten Rückgang. Als Erstes wurde die Löwendenkmal-Anlage jetzt mit neuen Informations...

Wanderausstellung zum Turiner Grabtuch

In diesem Sommer wird unsere Kirche zum Ausstellungsort für eine der faszinierendsten Fragen der Menschheitsgeschichte:  Wer ist der Mann auf dem Tuch? Die kulturhistorisch, religiös und wissenschaftlich aufbereitete Wanderausstellung unter der Schirmherrschaft von Bischof Joseph Bonnemain lädt Besucherinnen und Besucher ein, das Turiner Grabtuch aus verschiedenen Blickwinkeln kennenzulernen, sich selbst ein Bild zu machen und vielleicht die Frage für sich ganz persönlich beantworten zu können. Selbst Führungen durchführen? Interessiert an einer Mitarbeit? Bei Fragen oder Interesse an einer Mitarbeit, z. B. als Ehrenamtliche/r für Führungen oder Organisation, wenden Sie gerne an Christoph Borucki K ontakt : Christoph Borucki, grabtuch(a)marialourdes.ch Weitere Informationen zu dieser Ausstellung finden Sie auch auf der  offiziellen Webseite . Eröffnungsgottesdienst mit Bischof Joseph Bonnemain Samstag, 16. August 2025, um 16:00 Uhr,  in der Kirche Maria Lourdes, Zürich-Se...