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Nächster Halt Vatikan? Neue Bahnlinie wohl nicht vor Heiligem Jahr

ROM  ‐ Gut acht Kilometer sind es vom römischen Hauptbahnhof Termini bis zum Vatikan. Um den Pilgern im Heiligen Jahr den Weg zu erleichtern, plant die Stadt eine neue Straßenbahnlinie. Doch Planungsschwierigkeiten drohen den Bau bis 2025 zu gefährden. Eine schnelle Straßenbahnverbindung für die Pilger im  Heiligen Jahr 2025  in Rom wird es voraussichtlich nicht geben. Wie die italienische Zeitung "Il Messaggero" (Samstag) berichtet, wird die geplante Bahnlinie zum Vatikan wohl erst ein Jahr nach dem Jubiläum fertiggestellt. Gründe seien Verzögerungen bei den Entwürfen der Strecke und eine bislang noch nicht erfolgte Ausschreibung zum Bau der Tramlinie. Frühestens im März 2023 könnten die Bauarbeiten beginnen, so die Zeitung unter Berufung auf Vertreter von Stadt und Verkehrsbetrieben. Es würden allerdings verschiedene Möglichkeiten geprüft, um das Projekt doch noch zum Jubiläumsjahr abzuschließen. Bis zu 90.000 Fahrgäste täglich Die gut acht Kilometer lange Strecke ...

Nidwalden auf dem Weg nach Rom: Die Ausstellung «Sacco di Roma» ist gestartet

Nidwalden als Gastkanton an der Vereidigung der Päpstlichen Schweizergarde präsentiert sich im Länderpark. Mit Gesprächen und einem Kindertag wird auf das bevorstehende Ereignis aufmerksam gemacht. Sie unternehmen schon mal eine kleine Exkursion beim Petersplatz: Frau Landammann Karin Kayser (links) und Regierungsrätin Michèle Blöchliger bei der Ausstellung zum «Sacco di Roma» im Länderpark. Wie gross der Petersplatz in Rom ist, lässt sich anhand des grossen Bildes im Erdgeschoss vom Einkaufszentrum Länderpark in Stans erahnen. «Die Freude darauf, all dies dann live vor Ort zu sehen, ist gross», sagt Frau Landammann Karin Kayser beim Besuch der Ausstellung «Sacco di Roma». Diese hat die Projektgruppe organisiert, die für den Nidwaldner Besuch an der Vereidigung in Rom eingesetzt wurde. Seit Donnerstag ist die Ausstellung nun eine Woche lang zu sehen. «Wir wollen mit dieser Ausstellung die Nidwaldner Bevölkerung auf die bevorstehende Vereidigung der neuen Schweizergardisten am Tag vom ‹...

Jubiläumstagung in Appenzell – Schweizergarde für alle hautnah!

Vom 24.-26. Juni 2022 findet im malerischen Appenzell die Jubiläumstagung zum 100-jährigen Bestehen der Vereinigung ehemaliger Päpstlicher Schweizergardisten statt. Und die Bevölkerung feiert mit.                  Anlässlich der Jubiläumstagung finden diverse Programmpunkte für die breite Öffentlichkeit statt. Neben einer Festmesse, zelebriert durch Bischof Markus Büchel, sind auch ein Platzkonzert und ein grosser Festumzug mit uniformierten Exgardisten geplant. Auch die aktive Schweizergarde in Rom wird mit einer Delegation vertreten sein – eine ideale Gelegenheit, um mit ihnen in Kontakt zu kommen.  Besonderes Augenmerk liegt auf den Jugendlichen des Bistums St. Gallen, für welche ein separater Jugendanlass mit verschiedenen Workshops erarbeitet wurde. „Wir sind sehr erfreut, dass ein Jugendanlass Teil der Jubiläumstagung ist. So können Begegnungen stattfinden, welche nicht alltäglich sind“ sagt Emilia Hautle, Jugendarbeiterin der Seel...

„Sorge über den Krieg“ Papst Franziskus geht persönlich in die russische Botschaft

Der Ukraine-Krieg veranlasst den Papst zu einem ungewöhnlichen Schritt. Zum ersten Mal überhaupt geht er selbst zu einem Botschafter, um auf ihn einzuwirken. Papst Franziskus hat mit einem ungewöhnlichen Schritt auf den  russischen Einmarsch in die Ukraine  reagiert: Er ist am Freitag persönlich in die russische Botschaft im Vatikan gegangen. Wie das vatikanische Presseamt bestätigte, brachte der Papst bei dem knapp halbstündigen Gespräch mit Botschafter Alexander Awdejew „seine Sorge über den Krieg zum Ausdruck“. Beobachtern zufolge ist es das erste Mal, dass ein Papst während eines Konflikts direkt eine Botschaft aufgesucht hat. Gewöhnlich beruft das Staatssekretariat des Vatikan die Botschafter ein. Der Papst habe etwa 30 Minuten in der Botschaft verbracht, wie Vatikan-Sprecher Matteo Bruni erläuterte. Er wollte sich allerdings nicht zu einem Bericht äußern, wonach der 85-jährige die Vermittlung des Vatikan angeboten habe. Twitter-Videos zufällig anwesender Journalisten zei...

Pius Segmüller und sein Leben

Er war Kommandant der Schweizer Garde, CVP-Nationalrat, Kommandant der Stadtpolizei Luzern und Armeeinstruktor. Der heute 69-jährige Luzerner Pius Segmüller hat über sein Leben eine Broschüre veröffentlicht. «Verwandlung, Eine kleine Abhandlung zu grossen Werten» heisst die 75seitige, autobiografische Broschüre, in der er über seine Karriere, Höhen und Tiefen, Abgängen und Abwahlen schreibt. Persönliches Treffen mit Papst Johannes Paul II Die Erzählung beginnt Segmüller mit den Erlebnissen im Vatikan, wo er 1998 nach der Erschiessung des kurz davor ernannten Kommandanten Alois Estermann dessen Nachfolge antrat und dem Papst Paul II diente, den er sehr schätzte und verehrte. Die kurzfristige Ernennung zum Kommandanten stellte Pius Segmüller vor Probleme. «Wäre meine Frau bereit, zusammen mit unseren zehn – und achtjährigen Kindern nach Rom zu ziehen? Zu meiner grossen Erleichterung reagierte Therese positiv», beschreibt Segmüller die Situation. Für ihn war es wichtig, nach dem Mordansch...

Ein königliches Geschenk brachte den Tierschutz nach Luzern

Im Jahr 1690 bietet sich den Bewohnern Luzerns ein ungewohnter Anblick. Zwei Schwanenpärchen, ein Geschenk des französischen Königs Ludwig XIV., tummeln sich auf dem See. Doch die tierischen Hingucker benötigen zum Überleben den Schutz der Stadt Luzern. Motiviert, den Artenschutz zu gewährleisten, erlässt die Stadt daraufhin Tierschutzgesetze. Erhaben und mühelos gleiten sie über das Luzerner Seebecken. Mit wachen Augen beobachten sie die Flanierenden an der Seepromenade. Wird ein Stück Brot oder dergleichen zur Fütterung ausgeworfen, kommen sie mit enormen Flügelschlägen herangeschnellt. Sie sind ein fester Bestandteil des Luzerner Stadtbildes, Touristen lassen sich mit ihnen ablichten und bewundern ihre elegante Figur. Die langen Hälse, das schneeweisse Gefieder und ihre charakteristisch orangen Schnäbel stechen aus dem Wasser hervor. Doch der Höckerschwan, wie wir ihn heute kennen, ist erst seit einigen hundert Jahren im Luzerner Seebecken zuhause. Ausgang der Luzerner Schwanenkolon...

Ein Tango mit dem Papst

Erstmals erscheint ein Pontifex live in einer Infotainmentshow am italienischen Fernsehen. Aber soll er das?  Infotainment mit dem Papst ist viel Entertainment und wenig Information: Papst Franziskus im Fersehsender Rai Tre, zugeschaltet aus der Casa Santa Marta, dem Gästehaus im Vatikan. Foto: Videoaufnahme RAI Play Sonntagabend, 20.30 Uhr, beste Sendezeit auf RAI Tre, dem dritten Kanal des italienischen Fernsehens. Gleich kommt der «Santo Padre», der Heilige Vater. Ins Studio? Leibhaftig? Fabio Fazio, der populäre Moderator von «Che tempo che fa», einer Sendung auf halbem Weg zwischen Information und Entertainment, lässt die Zuschauer noch ein bisschen zappeln. Es ist auch sein Moment – ein «fatto epocale» nennt er ihn, epochal also. «Zu sagen, ich sei aufgeregt, wäre eine Untertreibung», sagt Fazio, 57 Jahre alt. Er hat schon Barack Obama interviewt und Lady Gaga, alle italienischen Politiker, Stars und Sternchen. Aber das hier, diese Begegnung mit dem «Intellektuellen d...